Beschreibung
Das Nationalparkhaus Föhr und die Schutzstation Wattenmeer sollten ein eigenes, den Inseltourismus stärkendes Gebäude erhalten. Der 3-geschossige Neubau mit quadratischem Grundriss auf dem 1.550 Quadratmeter großen Grundstück mit Ausrichtung zum Meer orientiert sich bewusst nicht an der regionalen Architektur, sondern sieht sich als Teil einer „Perlenkette“ von Solitären – von Fähranleger, Seebrücke, Promenade über das AquaFöhr nahe dem Leuchtturm bis zum Hotel Upstalsboom.
Das Erdgeschoss birgt ein Restaurant mit Terrassen zum Wattenmeer, auch die knapp 400 m2 große Ausstellungsfläche der Wattwerkstatt im 1. OG öffnet sich mit einem Panoramafenster zum „Star" der Ausstellung. Das 2. Obergeschoss beherbergt vier kleine Wohnungen zur Vermietung im Bereich der Forschung.
Das Gebäude bezieht sich in seiner Materialität und Farbgebung auf die umgebende Natur. So ist der massive Sockel ähnlich dem Wattboden mit einer unregelmäßig wellenförmigen Struktur geprägt. Die aufsitzenden Geschosse sind mit Lärchenholz umschlossen, das ähnlich wie Treibholz durch die Elemente vergrauen wird. Das flach geneigte Satteldach ist mit Alublech bekleidet und hat innenliegende Kastenrinnen, was die Geometrie des Gebäudes betont. Die Gestaltung der Freianlagen setzt das architektonische Motiv mittels Bodenplatten und einer robusten Gräser-Strauch-Bepflanzung bei der Terrassenanlage und dem Wasserspielplatz fort; Wegeführung, Parkplätze sowie Windschutz und Wasserretention ergänzen die Anlage.
Leistungsphasen
2-5
Bauherr:in / Auftraggeber:inStädtischer Liegenschaftsbetrieb Wyk auf Föhr
Kennzahlen
Grundstück 1.550 qm
VerfahrenZuschlag im VgV-Verfahren
Team
Bianka Nardella
Projektbeteiligte
In ARGE mit IWB Ingenieure Generalplanung GmbH & Co. KG (LPH 6-9)
kessler.krämer (Landschaftsarchitekten)
Weitere BeteiligteBBC Bergmann Brandschutz Consulting (Brandschutzplanung)
Ingenieurbüro Pahl und Jacobsen (Technische Gebäudeausrüstung)
Ingenieurbüro GDP PartmbB Thöming, Sieck, Kagelmann (Elektrotechnik)
Ingenieurbüro Horn + Horn Beratende Ingenieure VBI (Tragwerksplanung und Bauphysik)
GMTU Ingenieurbüro für Grundbaumesstechnik und Umweltschutztechnik