Haus Lucas | Berlin

Aufstockung einer ehemaligen Eisenbahner-Villa und energetische Fassadensanierung

Beschreibung

Das 1907 als Einfamilienvilla errichtete „Haus Lucas“ in Berlin-Steglitz wurde 1934 zu einem Mehrfamilienhaus umstrukturiert und mit der Nachkriegssanierung um eine Geschosshöhe reduziert. Im Zuge der Energetischen Gebäudesanierung entstand nun durch die Dachaufstockung angelehnt an die historische Form des hohen Mansardwalmdachs ein zweigeschossiger Dachraum.

Die damit insgesamt sechs Wohneinheiten – zwei im Erdgeschoss, zwei im Obergeschoss sowie jeweils die Dach- und Galeriegeschosswohnung – sind entsprechend ihrer Lage und Ausrichtung über bodentiefe Schiebetüren den Terrassen, dem Balkon und dem Gartenzugang zugeordnet, und wurde je nach Bedarf auch innensaniert. Das Bestandsmauerwerk des Erdgeschosses wurde über Ringbalken und Stahlträger in den aus Stahlbeton und Holz kombinierten Dachstuhl geführt, die historische „Cylinder-Steg-Decke“ über dem EG verstärkt.

Die Fassadensanierung bei Erhalt des Natursteinsockels, die Ausstattung der Fenster mit Wärmeschutzverglasung sowie die Dämmung der Balkone und des Daches werden im Inneren ergänzt durch die Erneuerung der Elektrik, Umstellung auf zentrale Wasserversorgung und Gasheizung. Farblich orientieren sich Fenster- und Türrahmen sowie der Fassadenanstrich an der anthrazitfarbenen neuen Zinkblechdachhaut. Lediglich die Außenanlagen blieben im wesentlichem unverändert.

Leistungsphasen

LP 1–5

Bauherr:in / Auftraggeber:in

Privat

Nutzer:in

Privat

Kennzahlen

6 Wohneinheiten

Team

Francisca Morczinietz
Raul Vasques Iñiguez
Jenna Klupsch
Sina Keesser
Daniel Cabrera Santana

Projektbeteiligte

Dierks, Babilon und Voigt, Berlin (Tragwerksplanung)